Canon IP4700 - Erklärung der Absaugvorrichtung, der Druckkopf und Papierposition

und der Druckkopftechnik (Drop on Demand)

 

Resttintenbehälter (Absorber-Unit) Prinzip

1)      Düsen - Absaug Vorrichtung für schwarze Tinte

2)      Düsen - Absaug Vorrichtung für farbige Tinte

 

Fast jeder Tintenstrahldrucker arbeitet nach diesem Prinzip

 

Canon, Brother und Epson Drucker haben dieses Prinzip (um die wichtigsten zu nennen)

 

Bei HP ist mir kein Tintenstrahlgerät bekannt, das ein Reset bei vollem Resttintenbehälter benötigt.

Die erst gennannten brauchen wiederum ein Reset!

 

Das größte Problem mit den Druckköpfen von Tintenstrahldruckern ist, das sie nach einer gewissen Zeit eintrocknen können. Um das zu verhindern haben die Hersteller zwei Lösungen entwickelt. Die erste ist, den Druckkopf an einer Stelle des Druckers so zu parken, dass über die Unterseite des Druckkopfes (Düsen) eine Gummikappe geklappt wird. Vergleichbar mit der Kappe für den Füller aus der Schulzeit. Die zweite ist eine Art Absaugeinrichtung (eine Art Dialysemaschine) um den Druckkopf wieder mit frischer Tinte zu füllen. Bei dem Startvorgang des Druckers oder nach einem längeren Standby muss der Drucker seinen Druckkopf reinigen. Das macht er, indem er mit der Absaugeinrichtung Tinte aus dem Druckkopf bzw. den Düsen zieht. Damit werden die kleinen Düsen im Druckkopf von vertrockneter Tinte gereinigt und wieder vollständig mit Tinte gefüllt. Desweiteren werden dadurch auch  Luftblasen entfernt, die sich angesammelt haben, die sonst  Streifen im Ausdruck verursachen. Nach längerer Benutzung des Druckkopfs ohne richtigen Tintenfluss kann der Druckkopf dann durchbrennen und eventuell auch die Hauptplatine beschädigen. Also ist die „Absorb-Unit“ wie sie im Fach-Chinesisch auch genannt wird, doch sehr wichtig. Das Problem mit den Luftblasen kann Ihnen auch passieren wenn Sie minderwertige Tinte verwenden. Deshalb lieber ein paar Euro mehr für bessere Tintenpatronen ausgeben.

 

Hier zu sehen (in der 200fachen Vergrößerung) die Düsen, auf der Unterseite des Druckkopf,

die für die schwarze Tinte bzw. die für den schwarzen Druck zuständig sind.

Der Druckkopf von unten. 1) Düsen für den Schwarz Druck (reiner Text) 2) Düsen für den Farbdruck (z.B. Fotos) 

Fast alle  Drucker führen Druckkopfreinigungen automatisch durch oder wenn sie vom Strom getrennt wurden.

Ein Nachteil dieser Prozedur ist natürlich der hohe Verbrauch von Tinte die nicht auf das Papier kommt,

sondern im Resttintenschwamm landet.

 

Hier sehen Sie die Schlauch Öffnungen unter den Plättchen für 1) schwarze Tinte und 2) für die farbige Tinte.

 

Auf der unteren Seite zu sehen, kommt die schwarze Tinte aus  Schlauch Nr. 1)

und die farbige Tinte aus Schlauch Nr. 2)

 

In der Bodenschale mit dem Resttintenfilz sehen Sie die schwarze Tinte in dem Filz bei 1)

und die farbige Tinte bei 2).

 

In diesem Fall wurde eine Druckkopf Reinigung für die schwarzen Düsen sehr oft durchgeführt.

Der Filz für die Farbe ist fast unbenutzt.

 

Hier zu sehen der ausgebaute Resttintenschwamm bzw. Resttintenfilz

 

Dieser Filz / Schwamm sorg dafür, dass sich die Resttinte, die bei jedem Druckauftrag bzw. Druckkopfreinigung

oder Startvorgang kontrolliert abgeführt wird, auch sicher im Drucker bleibt.

Wir nennen dieses System „Pampers (Babywindel) für den Drucker“.

 

Wenn der Drucker nach einem Punktesystem feststellt sein „Soll“ ist erfüllt oder

anders gesagt er hat sich ordentlich in die Pampers gemacht, dann meldet er

eine Fehlermeldung der Resttintenbehälter / Tintenauffangbehälter ist voll.

Das kann man dann wieder zurück stellen.  Die Prozedur an den Resttintenbehälter

zu kommen ist sehr aufwendig, wie zuvor beschrieben.

 

Absorb-Unit – Dialysepumpe

 

Die Technik um die Tinte abzusaugen, haben sich die Ingenieure bei der Medizintechnik abgeschaut.

Die Pumpe ähnelt einer Dialysepumpe. Bei diesesm Pumpensystem drücken

meist zwei Rollen in einem geschlossenen Zylinder gegen einen oder zwei Schläuche

(wie oben zu sehen).

 

Die Rollen werden durch ein Zahnradsystem und einem Motor kreisförmig gedreht (Pfeile).

Durch diese Art Massage an den Schläuchen wird die Tinte transportiert bzw. abgepumpt.

 

 

Funktionsweise der Druckkopfposition

Zum bedrucken eines Medium muss der Tintenstrahldrucker zwei Positionen wissen.

Die X-Achse und die Y-Achse. Sie können sich das wie das Koordinaten System, aus der Schulzeit, vorstellen.

 

X-Achse

Durch diesen durchsichtigen Positionsstreifen (Code Strip) weiß der Drucker auf welcher Position

sich der Druckkopf befindet. Der Sensor der den Streifen liest befindet sich

wiederum im hinteren Teil des Druckkopfwagens.

 

Diese Informationen steuern einen Motor der einen Zahnriemen bewegt,

der mit dem Druckkopfwagen verbunden ist. So bewegt sich der Druckkopfwagen

gezielt von links nach rechts und umgekehrt an jede beliebige Stelle auf der imaginären X-Achse

 

 

Y-Achse

Hier (Pfeil) befinden sich die Scheiben und Senoren für die Papier Position – Y-Achse

 

Anders als der Streifen für die X-Achse haben wir hier allerdings Scheiben für die Y-Achse.

Unten befinden sich die Sensoren die die jeweilige Position der Papierwalzen,

die das Papier transportieren, erkennen und somit weiß der Drucker wo sich

das Papier auf der Y-Achse befindet.

 

Papiertransport – Y-Achse

 

 

Thermal Drop on Demand

 

Die Technik die meist bei Canon und HP verwendet wird, bezeichnet man als

DOD Technik (Drop On Demand – auch Thermal Drop on Demand genannt,

d. h. Drucker mit Druckköpfen, die einzelne Tropfen verschießen)

 

 

Eine einzelne Düse im Querschnitt – wie auf der Vergrößerung zu sehen, die kleine runden Kreise.

In jeder Düse befindet sich ein Heizelement (Orange markiert)

 

Das Heizelement wird aufgeheizt und dabei entsteht eine Luftblase.

 

 

Die Luftblase dehnt sich aus, verdrängt dabei Tinte  und es entsteht dadurch eine Wölbung an der Düse.

 

 

Die Wölbung hat sich  zum einem noch festhängenden Tropfen gebildet.

Das Heizelement wird ausgeschaltet und die Luftblase implodiert.

 

 

 

Durch die sich schnell wieder zurückziehende Tinte

wird der Tropfen aus der Düse geschossen bzw. gespritzt.

 

 

 

Wie schon erwähnt ist es bei dieser Technik sehr wichtig, dass die Düsen vollständig mit Tinte gefüllt sind. Genauso wichtig ist es, dass die Tinte eine gewisse Kühlleistung hat (keine minderwertige Tinte verwenden). Wie bei einer Wasserpumpe, wo das Wasser den Motor kühlt, der sonst durchbrennen würde, ist bei der Düse die Tinte dafür verantwortlich. 

 

 

 

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